Walbeck

"...auf dem Weg zum himmlischen Jerusalem"

Walbeck, St. Nikolaus, Innenansicht

In Walbeck befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft die Kirche „St. Nikolaus" und die Luzia – Kapelle.

Werfen wir zunächst einen Blick in die Nikolaus-Kirche. Wir stehen in einer zweischiffigen Backsteinkirche. Ihre Ursprünge gehen in das 14. Jahrhundert zurück. Besonders nehmen das großartige Orgelprospekt (1752) sowie die Kirchenfenster den Blick des Betrachters gefangen. Die Entwürfe zu diesen Fenstern stammen von Joachim Klos, Nettetal. Ausgeführt wurden sie in der Kevelaerer Glaswerkstatt Hein Derrix. Seit 1969/70 sind sie nun in Walbeck zu sehen. Das Thema der Fenster: "Das pilgernde Gottesvolk auf dem Weg zum himmlischen Jerusalem". Damit nehmen die Fenster [Anklicken: Fenster] zum einen Bezug auf die letzte Schrift des Neuen Testamentes, die Offenbarung des Johannes. Diese Schrift stellt uns in den Kapiteln 21 und 22 das neue Jerusalem vor, von dem es u.a. heißt: "Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er Gott, wird bei ihnen sein." (Offb 21, 3) Neben diesem Thema läßt der Künstler die Farben des Regenbogens immer wieder aufscheinen, womit er den von Gott gestifteten Bund hervorhebt. Weitere interessante Details zur Kirche sind einem Kirchenführer, der in der Kirche ausliegt, zu entnehmen.

Walbeck, Lucia-Kapelle

Ende des 15. Jahrhunderts wurde diese Kapelle, die 1516 zum ersten Mal Erwähnung fand, erbaut. Noch lassen sich Fresken aus der Zeit um 1500 betrachten. Wie bei der benachbarten Kirche St. Nikolaus hat der Künstler Joachim Klos auch für diese Kapelle neue Glasfenster  entworfen. Klicken Sie auf das Wort "neue Glasfenster" und Sie sind im Bilde. Hierbei hat er die eigenwillige moderne Formensprache der Kirchenfenster aufgegriffen, doch bewusst einfacher gehalten. Inhaltlich widmen sich die Fenster der Lucia-Legende. Es sind Anklänge an die Geschichte einer Glaubenszeugin, die uns auch heute ansprechen kann. Lucia ist vielleicht so etwas wie eine Lichtgestalt in der Art und Weise, wie sie Jesus, dem Licht der Welt, in ihrer besonderen Liebe zu den Armen gefolgt ist.

Die Lucia-Kapelle wurde im Laufe der Geschichte auch zu einem kleinen Wallfahrtsort. Besonders die Kevelaerer pflegen diese Wallfahrt alljährlich am Sonntag nach Pfingsten. Dahinter steht ein Gelübde aus dem Jahre 1811, als die Gegend zwischen Rhein und Maas schwer von Ruhr und Pest heimgesucht wurde. Die Kranken wurden von den Gesunden abgesondert und lebten damals in Kevelaer entlang der Straße nach Walbeck. Dazu muß man wissen, dass die hl. Lucia als besondere Fürsprecherin bei diesen Erkrankten galt. Nachdem die Pest in Kevelaer abgeklungen war, ging der damalige Pfarrer von Kevelaer mit den übrigen Bewohneren durch dieses Gebiet. Dieses diente zum Beweis dafür, dass die furchtbare Krankheit vorbei sei. Im nächsten Ort (Walbeck), wo auch eine Statue der hl. Lucia verehrt wird, wurde eine Dankmesse gefeiert. Seit nunmehr zweihundert Jahren pilgern in der Frühe des Dreifaltigkeitssonntages einige Kevelaerer mit einer Opferkerze zur hl. Lucia nach Walbeck.

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